Gin
Gin
Gin

Gin

Der einst verbotene Dandy

Der Gin ist der Dandy unter den Spirituosen. Elegant umhüllt mit feinen, aromatischen Noten bezirzt er die feine Welt in Cocktails, Long Drinks oder auch pur. Dennoch: So vornehm und elegant er sich heute präsentiert mag – seine Herkunft ist zunächst von niederer Natur.

Geschichte des Gins

Die Geschichte des Gins beginnt vor vielen hundert Jahren in Holland – in Form eines nur bei einem Apotheker erhältlichen würzigen Getreidedestillats. Als Wilhelm der III. von Oranien 1689 den englischen Thron besteigt, bringt er aus seiner Heimat den „Genever“ mit, der auf der Insel bald nur noch Gin hieß. Mit den billigsten Zutaten gebrannt, diente er schnell als probates Mittel, um die sozialen Probleme des Landes zu ertränken.

Berühmt und berüchtigt ist die Londoner „Gin Lane“. Folglich sah sich das englische Parlament genötigt, ihn für eine geraume Zeit zu verbieten und ab 1751 mit strengsten Qualitätskontrollen zu bedenken. Das Ergebnis dieser Eingriffe ist die wohl erfolgreichste Bar-Spirituose der Welt - Grundlage für unzählige berühmte Mixed Drinks: Ein mehrfach destillierter, völlig reiner Alkohol, fein aromatisiert von Wacholderbeeren und weiteren Gewürzen (den „Botanicals“) wie Koriander, Schalen von Orange und Zitrone, Anis, Lavendel, Mandeln, Kümmel, Angelika oder nicht zuletzt Kardamom.

Unterschiede im Gin

Kenner unterscheiden den trockenen, ungesüßten „London Dry Gin“ und den mit Zucker versetzten „Old Tom Gin“, der dem ursprünglichen Gin sehr nahe kommt. Doch ganz gleich, wie sich der Connaisseur einen Gin kredenzen lässt. Ob als „Martini“, „Gin Tonic“, „Gimlet“, oder, oder, oder – vergessen ist seine einst wüste Herkunft. Denn längst umweht den Gin der nonchalante Hauch von frischer, würziger Eleganz. Der Dandy unter den Spirituosen ist flüssiger Glamour im Glas.


Begleiten Sie uns auf einer Reise durch die Welt der besonderen Aromen!